»Rolle Vorwärts!«

Geschlechtsidentitäten und daran geknüpfte Rollenvorstellungen sind kulturell vielfältig und unterliegen historischen Veränderungen. Das Spiel Rolle Vorwärts! macht verschiedene Gesellschaftsentwürfe aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft erfahrbar und stellt Regeln, Konventionen und Klischees im Umgang mit Geschlechterrollen zur Diskussion.

Spielkonzept

Eine Zeitreise durch Epochen und Kulturen

Die Spielenden schlüpfen in Rollen mit verschiedenen Geschlechtsidentitäten. Ziel ist, alle Figuren gleichzeitig ins Ziel zu bringen – was jedoch nahezu unmöglich scheint. Denn unterwegs stolpern die Figuren in unterschiedliche Epochen und Kulturen, wo sie aufgrund ihres Geschlechts mal mehr, mal weniger günstige Bedingungen vorfinden, um voran zu kommen. Immer wieder entstehen ungleiche Chancenverteilungen, die nur durch ein geschicktes Springen zwischen den Welten und Teamwork ausgeglichen werden können. 

Einsatzgebiet

Politische Jugendbildung 

Rolle Vorwärts! ist ein Open Source Spiel für Teamende und Jugendbildungsreferent*innen des Bundesarbeitskreises ARBEIT UND LEBEN. Es wird in der politischen Jugendbildung eingesetzt, um spielerisch für Geschlechtergerechtigkeit und Gleichstellungsfragen zu sensibilisieren.

Gefördert wurde das Projekt durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans des Bundes (KJP).

Ausgewählte Spieldetails

4 Realitäten

In der Jehi-Zone scheinen die Geschlechter-Konventionen vertraut, während die Retro-Zone in die Römische Antike, ins Alte Ägypten, ins Mittelalter oder die deutschen 50er Jahre führt. In der Parallel-Zone geht's nach Amarete in Bolivien, zu den Seefrauen auf Jejudo vor Südkorea oder nach China zu den Mosuo. In der Zukunfts-Zone finden sich Zitate aus Science Fiction Welten, politischen Agenden oder sozialen Pilotprojekten. 

120 Ereigniskarten

Anhand von realen Geschichten aus Arbeit, Familie, Lebensstil und Alltag bringen 4 den Zonen zugehörige Sets von Ereigniskarten unterschiedliche Geschlechter-Verhältnisse ins Spiel. Jede Karte hat unterschiedliche Konsequenzen für die verschiedenen Geschlechter in einer Gemeinschaft und bestimmt deren Vorankommen auf dem Spielfeld. Joker erlauben, sich über soziale Restriktionen hinweg zu setzen. 

1 gemeinsames Ziel

In den Rollen von 6 Freund*innen befinden sich die Spielenden auf einer gemeinsamen Mission. Sie kann nur gelingen, wenn alle gleichzeitig ins Ziel gelangen. Doch in jeder Zone ändern sich die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, sodass einige Figuren langsamer, andere schneller vorankommen und die Gruppe immer wieder auseinander fällt. Wer zu früh im Ziel ist, riskiert, einen Fehler zu machen und zurück zum Start zu fallen. 


Idee, Konzept, Inhalt goolin. Daniela Kuka
Redaktionelle Unterstützung Genderforum beim Bundesarbeitskreis ARBEIT UND LEBEN), Anke Frey (Bundesarbeitskreis ARBEIT UND LEBEN)
Graphische Umsetzung Chris Jammrath (Studio für Produkt, Text & Grafik)
Icons der Spielcharaktere www.vecteezy.com


im Auftrag von Bundesarbeitskreis Arbeit und Leben e.V.
Gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans des Bundes (KJP)